Erzieher*in werden

Job fürs Leben

Die Ausbildung

Die katholischen Fachschulen für Sozialpädagogik vermitteln eine fundierte Ausbildung, die den Erwerb von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz ermöglicht und die Persönlichkeitsentwicklung und Reflexionsfähigkeit der eigenen Berufsrolle stärkt. Die gemeinsame Gestaltung des Schulalltags mit Festen, Ausstellungen, Aufführungen, Projekten, Exkursionen unter anderem bietet über den Unterricht hinaus die Möglichkeit, sich für die Erziehertätigkeit weiter zu entwickeln. Die Schulkultur basiert auf einem ganzheitlichen Menschenbild und einer christlichen Wertorientierung. Wertschätzender Umgang miteinander, Verantwortungsbewusstsein und Solidarität sollen die konkreten Erfahrungen für Lernende und Lehrende im Schulalltag prägen. 

Ausbildung

Die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher erstreckt sich insgesamt über vier Jahre. Sie besteht in der bewährten Vollzeitschulausbildung aus dem einjährigen Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten, der zweijährigen Fachschule für Sozialpädagogik und dem einjährigen Berufspraktikum.

PIA - Praxisintegrierte Ausbildung

Seit dem Schuljahr 2012/13 wird an den Fachschulen für Sozialpädagogik eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) angeboten. Sie schließt an das einjährige Berufskolleg an. Drei Jahre erfolgt die Ausbildung dann im Wechsel von Unterricht an der Fachschule und Einsatz in einer Praxiseinrichtung. Hierfür wird vom Träger der Einrichtung eine Ausbildungsvergütung bezahlt. Aktuelle Informationen finden Sie in unseren FAQ oder direkt bei den Fachschulen
Wer sich für eine Ausbildung als Erzieher*in bewerben will, sollte neben einem mittleren Bildungsabschluss auch Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, Verlässlichkeit, Flexibilität, Kreativität, Einfühlungsvermögen und Engagement mitbringen.
Abiturientinnen und Abiturienten kann das einjährige Berufskolleg erlassen werden. 

So kommst Du zum Ausbildungsplatz:

  1. Du informierst Dich genauer über die Fachschule deiner Wahl. Dort gibt es auch Tage der offenen Tür, um die Schulen kennen zu lernen. Hier kannst Du die Adressliste herunterladen .
  2. Du bewirbst Dich dort mit den erforderlichen Unterlagen. Die notwendigen Informationen  hierzu findest Du auf den Homepages der Fachschulen oder Du kannst sie telefonisch erfragen.
  3. Nach dem Auswahlverfahren und der Zusage eines Schulplatzes suchst Du gemeinsam mit der Schule einen Praktikumsplatz. Viele Einrichtungen bieten auch die Möglichkeit, eines Schnupperpraktikums, bei dem Du Dir ein erstes Bild vom Erzieheralltag machen kannst.

Die dreijährige schulische Ausbildung mit Praxisanteilen

In der dreijährigen schulischen Ausbildung mit Praxisanteilen erwerben angehende Erzieherinnen und Erzieher eingehende Kompetenzen für ihr berufliches Handeln. Im Unterricht lernen sie, Erziehung und Betreuung von Kindern zu gestalten, Entwicklung und Bildung von Kindern zu fördern, Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Kinder zu achten, mit Eltern, Schule und weiteren Institutionen zusammenzuarbeiten. Sie erhalten erste Einblicke in das Qualitätsmanagement von Einrichtungen. Neben den Grundlagen der Pädagogik, Psychologie und der Methodik und Didaktik liegen wichtige Themenbereiche der Ausbildung in den Bereichen Musik/Rhythmik, Spiel, Natur, Kinder- und Jugendliteratur, Naturwissenschaft, Bewegungs- und Sprachförderung sowie Religionspädagogik.

Das einjährige Berufspraktikum  

Im Anschluss an die schulische Ausbildung dient das einjährige Berufspraktikum der Vertiefung und Erweiterung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der praktischen Erzieherarbeit, der Einführung in die konkrete Zusammenarbeit mit den Eltern und an der Erziehung und Bildung beteiligten Stellen sowie dem Einblick in die Verwaltungsarbeit. Von den angehenden Erzieherinnen und Erziehern wird in dieser Phase schon die notwendige berufliche Selbständigkeit und Kreativität verlangt.

In der Ausbildung von Erzieher*innen wurde auch die Möglichkeit zum Erwerb der Fachhochschulreife durch Besuch des Zusatzunterrichtes geschaffen. Damit können sich die Erzieherinnen und Erzieher im Anschluss an die Ausbildung direkt in den Studiengängen "Frühkindliche Bildung und Betreuung" an Hochschulen oder Pädagogischen Hochschulen bewerben und steigen dann gleich ins dritte Semester des Studiums ein.

Kostenpauschale

Von den katholischen Fachschulen wird eine geringfügige Kostenpauschale für die Ausbildung erhoben. Für Lehrbücher und Unterrichtsmaterialien, Projekte und Exkursionen ist ein jährlicher Kostenbeitrag zu leisten. Pro Ausbildungsjahr ist demnach je nach Ausbildungsort mit ca. 200 bis 400 Euro Unkosten zu rechnen. Als Finanzierungshilfe für die Ausbildung kann u. a. auf das Ausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zurückgegriffen werden. Im letzten Ausbildungsjahr erhält man dann bereits ein Einkommen um die 1260 Euro brutto.

In der dreijährigen praxisintegrierten Ausbildung erhalten angehende Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 700 bis 800 Euro.