Einsamkeit überwinden – gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Oft bleibt sie unsichtbar, weil Betroffene nicht darüber sprechen. Gerade deshalb ist Einsamkeit eine sozialpolitische Herausforderung, die stärker in den Blick genommen werden muss. Für die Caritas und ihre Einrichtungen ist sie ein alltägliches Thema in Beratung und Begleitung.
Wer ist (besonders) betroffen?
Grundsätzlich kann Einsamkeit jede und jeden treffen. Bestimmte Lebenslagen erhöhen jedoch das Risiko deutlich. Das bestätigen sowohl wissenschaftliche Studien als auch die Erfahrungen der Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg.
Eine gemeinsame Umfrage von Caritas und Diakonie Baden-Württemberg aus dem Jahr 2025 zeigt: Für 63 Prozent der Beratungsstellen ist Einsamkeit ein häufiges Thema. Gleichzeitig wird sie nur selten direkt angesprochen. In 82 Prozent der Fälle kommt sie erst im Verlauf eines Beratungsgesprächs zur Sprache, häufig begleitet von Schamgefühlen.
Besonders betroffen sind Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Menschen in finanziellen Notlagen, ältere Menschen, Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, junge Menschen sowie Alleinerziehende und pflegende Angehörige.