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Einsamkeit ist eine gesellschaftliche Herausforderung

Psychologin Maike Luhmann forscht seit Jahren zu Einsamkeit. Im Gespräch erklärt sie, warum Einsamkeit ein politisches Thema ist, welche Gruppen besonders betroffen sind und welche Rolle Kirche, Kommunen und Wohlfahrtsverbände spielen können.

Einsamkeit_Maike LuhmannMaike Luhmann ist eine deutsche Psychologin und Hochschullehrerin, die als Professorin für Psychologische Methodenlehre an der Ruhr-Universität Bochum tätig ist und vor allem zur Einsamkeit forscht.Foto: Tim Kramer

Frau Luhmann, was ist Einsamkeit?

Einsamkeit ist kein Alleinsein, sondern die erlebte Distanz zu anderen. Diese Distanz muss nicht real sein - es reicht, sie zu fühlen. Man kann mitten unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen.

Sie unterscheiden mehrere Formen von Einsamkeit. Warum ist das wichtig? 

Auch wenn Einsamkeit von jedem Menschen anders erlebt wird, gibt es unterscheidbare Ursachen. Emotionale Einsamkeit empfinden wir dann, wenn uns eine sehr vertrauensvolle Beziehung fehlt. Also eine Person, mit der wir alles teilen können. Menschen, die sich ein größeres soziales Netzwerk wünschen, empfinden soziale Einsamkeit. Und wenn ich mich beispielsweise in meiner Nachbarschaft, in meinem Betrieb oder meinem Verein nicht akzeptiert fühle, kann ich kollektive Einsamkeit fühlen. 

Wer ist besonders von Einsamkeit bedroht?

In den letzten zehn, 20 Jahren hat Einsamkeit nicht wirklich zugenommen, auch wenn der Eindruck durch die stärkere Thematisierung entstehen mag. Mit einer Ausnahme: junge Menschen.

Warum fühlen sich junge Menschen heute einsamer als früher?

Das liegt an mehreren Faktoren. Die Corona-Pandemie ist einer davon, aber kann nicht mehr als einziger Grund gelten. Unbestritten ist, dass sich der Alltag durch die Digitalisierung verändert hat. So gibt es einen Trend, immer mehr kontaktlos zu machen. Junge Menschen machen zudem mehr online etwas zusammen als offline. Das ist keine gute Entwicklung, reicht aber immer noch nicht als Erklärung aus. Ein weiterer Faktor ist, dass junge Menschen eine starke Belastung spüren und sich Sorgen machen. Und es gibt viele Gründe, warum sich junge Menschen heute Sorgen machen können: Kriege, KI oder der Klimawandel. Wer sich dauernd Sorgen macht, hat weniger Zeit, sich um seine sozialen Kontakte zu kümmern.

Zeitmangel kennen nicht nur junge Menschen, sondern besonders auch Alleinerziehende und pflegende Angehörige. 

Das stimmt. Diese beiden Gruppen sind deutlich stärker von Einsamkeit betroffen als andere, weil ihnen einfach die Zeit fehlt. Und wenn doch Zeit da ist, fehlt die Energie. Unter diesen Voraussetzungen ist es schwer, soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten oder neue aufzubauen. Obwohl diese beiden Gruppen stark von Einsamkeit betroffen sind, werden sie sehr oft vergessen. 

Wie können pflegende Angehörige und Alleinerziehende, die sich einsam fühlen, unterstützt werden?

Den beiden Gruppen in ihrer Einsamkeit zu helfen ist schwierig. Letztlich müssen die Rahmenbedingungen verändert werden. Wohlfahrtsverbände wie die Caritas oder die Politik können da viel bewirken. Zum Beispiel indem sie Betreuungszeiten anpassen oder Unterstützungsangebote schaffen, die den beiden Gruppen Freiräume ermöglichen. 

Gibt es Signale, an denen wir einsame Menschen erkennen können?

Einsamkeit_älterer Mann

Das ist nicht so leicht, auch weil viele Betroffene ihre Einsamkeit aus Scham verschweigen. Es gibt aber Anzeichen: Wenn sich eine Person zum Beispiel zurückzieht oder anderen Leuten gegenüber misstrauisch wird. Bei Menschen, die sehr lange einsam sind, beobachten wir zudem ein Verhalten, das es anderen schwerer macht, sich ihnen anzunähern.

Woran liegt das?

Einsamkeit kann mit der Zeit dazu führen, dass wir unsere Umwelt verzerrt wahrnehmen. Und zwar so, dass wir andere Menschen als bedrohlich empfinden. Begegnungen werden dann vermieden und die Einsamkeit nimmt zu. Das ist eine richtige Negativspirale, in die Betroffene dann abrutschen können.  

Wie funktioniert diese Negativspirale konkret?

Wir können uns Einsamkeit als einen Alarm vorstellen, der ständig in uns schrillt: Du hast zu wenig Kontakte. Das ist zunächst einmal gut und wichtig…

Inwiefern ist Einsamkeit für uns gut?

Einsamkeit erinnert uns daran, dass uns etwas sehr Wichtiges fehlt: soziale Kontakte. So wie uns Hunger motiviert, etwas zu essen, so motiviert uns Einsamkeit, auf andere Menschen zuzugehen. 

Und wenn man diesen Hunger nach sozialen Kontakten nicht stillen kann, geht die Negativspirale los?

Genau. Wenn ich den Alarm dauerhaft höre und nichts dagegen tun kann, bin ich in einen ständigen Bedrohungszustand. Das führt dazu, dass ich Begegnungen negativer wahrnehme und das Verhalten meines Gegenübers oft auf mich selbst beziehe - nach dem Motto: Schon wieder jemand, der mich nicht mag. Als Konsequenz zieht man sich dann immer weiter zurück.

Welche Gefahr kann von diesem Bedrohungszustand für unsere Demokratie ausgehen?

Neue Studien deuten darauf hin, dass Einsamkeit tatsächlich ein Risiko für die Demokratie sein könnte. Es scheint so zu sein, dass manche Menschen, die einsam sind - nicht alle - eher dazu neigen, Verschwörungserzählungen zu glauben oder auf der Suche nach Anschluss in Gruppen landen, die außerhalb der Gesellschaftsmitte stehen. Das können dann auch Sekten und politisch radikale Gruppen sein.

Welche Rolle spielen dabei Social Media-Plattformen?

Bevor es Smartphones und Social Media gab, war ich auf die Angebote bei mir vor Ort angewiesen. Wenn es da keine radikalen Gruppen gab, war die Wahrscheinlichkeit gering, in einer zu landen. Mit Social Media hat sich ein neues Fenster geöffnet und die Algorithmen verstärken das Ganze. Wenn ich mir zum Beispiel auf YouTube ein Video zu einem bestimmten Thema anschaue, werden mir immer neue Videos zu diesem Thema angezeigt. Wenn ein Video dabei ist, was zum Teil Verschwörungserzählungen enthält, bin ich schnell im sogenannten Rabit Hole und tauche immer tiefer in die Erzählung ab

Welche Möglichkeiten haben Kommunen, Einsamkeit entgegenzuwirken?

Kommunen können die Vernetzung der verschiedenen Akteure, die sich mit Einsamkeit Beschäftigen, zusammenbringen. Das passiert zum Beispiel in Dortmund, wo die Einsamkeitsbeauftragte genau das macht. Und die kommunale Stadtplanung kann dazu beitragen, dass wir uns in öffentlichen Räumen bewegen, die soziale Begegnungen erleichtern, anstatt sie zu erschweren. Dabei ist die Schaffung von sogenannten dritten Orten besonders wichtig. Also Orte, wo Menschen sich begegnen können, ohne Geld ausgeben zu müssen.

Einsamkeit_ältere Frau

Aber wie erreichen wir Menschen, die nicht mehr vor die Tür gehen? 

Egal welche Angebote man schafft, chronisch einsame Menschen würden niemals auf die Idee kommen, von sich aus rauszugehen. Sie brauchen jemanden, der sie an die Hand nimmt und mitzieht. Damit das funktioniert, müssen wir jedoch wissen, wer diese Menschen sind. Für mich ist die Kirche dabei ein wichtiger Akteur, der wirklich einen Unterschied machen kann.

Was kann die Kirche gegen Einsamkeit tun?

Kirchen haben einen guten Überblick über die Menschen in ihrer Gemeinde. Zum Beispiel kann es ein Warnsignal sein, wenn jemand, der regelmäßig den Gottesdienst oder andere Angebote besuchte, nicht mehr kommt. 

Wäre es ein Ansatz für Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden oder ehrenamtliche Initiativen an Türen zu klingeln, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen - ähnlich wie vor Landes- und Bundestagswahlen?

Auch wenn es manche Menschen zu aufdringlich finden würden, könnten wir so Menschen erreichen, die genau darauf gewartet haben. Es gibt tatsächlich in den Niederlanden die Idee, Paketboten damit zu beauftragen, beim Ausliefern zu fragen: Wie geht es dir? Ich bezweifle, ob das die richtige Berufsgruppe dafür ist, aber die Grundidee könnte funktionieren. 

Welche Rolle kann ehrenamtliches Engagement bei Einsamkeit spielen? 

Ehrenamtliches Engagement ist eine großartige Möglichkeit, rauszukommen, etwas Sinnvolles zu tun und unter Menschen zu kommen. Das kann gut gegen Einsamkeit helfen, wenn man die Zeit und Energie hat. Am schönsten ist es, wenn man sich ehrenamtlich engagiert und dabei anderen Menschen hilft, aus ihrer Einsamkeit rauszukommen.

Interview: Jean-Marie Schaldach

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