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Stand: 17.10.2018

Pressemitteilung

Die Richtung stimmt

Freiburg / Stuttgart, 9. Februar 2018 - "Die Richtung stimmt". So bewertet die Caritas Baden-Württemberg die bekannt gewordenen Pläne der Landesregierung, die Pflege- und Beratungsstrukturen zu verbessern. In dieser Einschätzung sind sich die Caritas Baden-Württemberg und die ihr angeschlossenen Dienste und Einrichtungen einig. "Wir begrüßen den geplanten Ausbau örtlicher Beratungsangebote. Wenn das Land die kommunale Verantwortung stärkt und die Bürger die Angebote flexibler nutzen können, entspricht das den jahrelangen Forderungen der Caritas", so die beiden Caritas-Vorstände Mathea Schneider (Freiburg) und Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Stuttgart).

Nach Ansicht der caritativen Träger ist jedoch darauf zu achten, dass keine Doppelstrukturen geschaffen und bewährte Angebote verdrängt werden. Bereits jetzt gibt es Beratungsstellen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, die unter anderem von den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden getragen werden. Wichtig wäre, dass die Kommunen sich mit den jetzigen Anbietern dieser Beratungsstellen abstimmen und mit ihnen neue Angebote entwickeln. Bereits Ende des vergangenen Jahres haben dazu die Vertreter der caritativen Pflegeeinrichtungen den Austausch mit den kommunalen Landesverbänden gesucht.

Ebenso warnt die Caritas, die Augen davor zu verschließen, dass häusliche Pflegearrangements immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Denn immer mehr schwere Pflegefälle und hochgradig demente Menschen möchten zuhause gepflegt werden. Das kann für alle Beteiligten sehr belastend sein. Bei aller notwendigen Stärkung häuslicher Pflegesituationen kann auch zukünftig die Pflege in einer stationären Einrichtung im Einzelfall für alle Beteiligten die beste Lösung sein.

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