Hilfe für Geflüchtete

Christliche Werte erlebbar gemacht

Abschlussveranstaltung Projekt

Mit einem tollen Event im Freiburger Stadttheater haben Erzbischof Stephan Burger und der Diözesan-Caritasverband am Dienstag (13. November) den vielen Engagierten in dem Projekt "Nah an Menschen von weit weg" gedankt und ihren Einsatz gewürdigt. Das Projekt wurde 2015 gemeinsam mit Unterstützung durch die GlücksSpirale auf den Weg gebracht, um die vielen Ehrenamtliche, die sich in den Pfarreien und Kommunen für geflüchtete Menschen einsetzen, fachlich zu unterstützen. Mit dem Projektabschluss zum Ende dieses Jahres hört das Engagement von Erzdiözese und Caritas für die Integration von Menschen aus anderen Kulturen allerdings nicht auf. Die Arbeit geht weiter - in den nächsten fünf Jahren unter dem Motto: "Werkstatt Integration". 

Erzbischof Burger und Diözesan-Caritasdirektorin Mathea Schneider bedankten sich für die Begleitung von Helferkreisen, die Initiierung von Patenprojekten, die Beratung von Ehrenamtlichen, die Vernetzung mit staatlichen und kommunalen Stellen, den Ausbau der ökumenischen Zusammenarbeit, die Durchführung von Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und vieles mehr. Dabei betonte der Erzbischof: "Dass nach vier Jahren die Arbeit nicht ‚geschafft‘ sein kann, ist allen Beteiligten klar." Deshalb werde nun die Projektstruktur verlassen und mit der "Werkstatt Integration" eine verstetigte Arbeitsgrundlage für wenigstens fünf weitere Jahre geschaffen. Burger unterstrich: "Dass Kirche sich mit großem Einsatz und ohne nach der Person zu fragen einfach für Notleidende einsetzt, war eine wichtige und neue Erfahrung. Hier wurde mitgeholfen, Kirche rundum positiv zu erleben - etwas was Not tut gerade angesichts von Finanz- und Missbrauchsskandalen. Gerade dafür bin ich Ihnen als Bischof ganz besonders dankbar." Burger dankte ausdrücklich auch den freiwilligen Helferinnen und Helfer vor Ort. Ihr Einsatz habe unserer Gesellschaft ein liebenswürdiges Gesicht verliehen und erlebbar gemacht, "was es bedeutet, christliche Werte zu leben", sagte er. 

Wo und wie Integration gelebt wird und was es dazu braucht, blitzte in Schlaglichtern mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz unterschiedlichen Bereichen - von der Handwerkskammer über das Stadttheater bis zum Freiburger Sportclub und den Eisvögeln - in vielfältiger Weise auf. Mitgestaltet wurde das Programm, das Tom Hegermann moderierte, von Murat Bay & Band und dem Improvisationstheater "Die Mauerbrecher".