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Ein zartes Pflänzchen mit Potential
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Hochrheinkonferenz der Caritas nahm Kooperationen mit der Wirtschaft unter die Lupe
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Kooperationen zwischen der Caritas und Wirtschaftsunternehmen sind heute keine Seltenheit mehr. Was vor Jahren eher noch ungewöhnlich
war, dass nämlich gemeinnützig agierende Wohlfahrtsverbände mit profitorientierten Unternehmen zusammenarbeiten, ist inzwischen
auf beiden Seiten durchaus Teil strategischer Überlegungen. Unter dem klingenden Namen "Corporate Social Responsibility",
kurz: CSR, geht es dabei um das wichtige Thema "soziale Verantwortung" in und für die Gesellschaft.
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| Interessierte Aufmerksamkeit für das spannende Thema "Kooperation zwischen Caritas und Wirtschaft" herrschte auf der Hochrheinkonferenz
in Hegne.
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Wie aktiv die Caritas in diesem Bereich unterwegs ist, zeigte sich auf der diesjährigen Hochrheinkonferenz im Kloster Hegne
am Bodensee. Dort trafen sich rund 25 Vertreterinnen und Vertreter der Anrainer-Caritasverbände. Erstmals war in diesem Jahr
auch eine Delegation der Caritas Elsass dabei, was von den bisherigen Teilnehmern als Bereicherung erlebt wurde. Der ganztägige
Austausch drehte sich vor allem um Modelle und Erfahrungen in der Kooperation mit Wirtschaft.
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| Erstmals mit dabei: die Caritas Elsass mit Laurent Braun (links) und Vizepräsident Bernard Fliegans (rechts) mit der Übersetzerin,
Madame Royon.
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Ob im österreichischen Vorarlberg, in der Schweiz, im Elsass oder in Deutschland: Die jeweiligen Caritasverbände haben längst
dieses Betätigungsfeld entdeckt und sind dabei, es mit unterschiedlichen Instrumenten und Methoden zu bestellen. Über die
Landesgrenzen hinaus ist zu beobachten, dass Unternehmen zunehmend auf Nachhaltigkeit setzen, wobei sie dies nicht nur ökologisch,
sondern auch sozial verstehen. CSR wird als ein Instrument zur Imagepflege wahrgenommen, weshalb für die Caritas "risikante
Chancen" in der Kooperation mit Wirtschaft liegen, wie Ulrike Hahn vom Diözesan-Caritasverband Freiburg bemerkte. Riskant
deshalb, weil damit auch die Gefahr verbunden ist, als Feigenblatt missbraucht zu werden.
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| Karoline Mätzler und Caritas-Direktor Peter Klinger aus Vorarlberg. |
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Um dieser Gefahr vorzubeugen, darüber war man sich auf der Caritas-Hochrheinkonferenz einig, braucht es für die Kooperation
mit der Wirtschaft klare ethische Richtlinien. Das habe, so der Züricher Caritasdirektor Max Elmiger, zudem den Effekt, dass
Firmen die Caritas als professionelle Organisation erleben, die weiß, was sie will. Laurent Braun von der Caritas Elsass verwies
in diesem Zusammenhang gar auf eine Ethik-Charta, die Grundlage für die Zusammenarbeit ist.
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| Im Gespräch: Claudio Tedeschi von der Caritas Vorarlberg im Interview mit Dieter Waldfraff von der kirchlichen Radioarbeit. |
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Während im Elsass die Kooperation eher in der Form des "Mäzenatentums" praktiziert wird, beteiligt sich die Luzerner Caritas
in der Schweiz in einem eigens gegründeten Verein. Der setzt sich für eine starke Region Zentralschweiz ein und knüpft darum
mit an einem Netzwerk von gemeinnützigen und wirtschaftlichen Unternehmen mit dem Ziel, langfristige Partnerschaften zu initiieren,
so Thomas Thali, Geschäftsleiter der Luzerner Caritas.
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Claudio Tedeschi von der Caritas Vorarlberg unterstrich, dass zu einer CSR-Strategie die Entwicklung von Selbstbewusstsein
und Professionalität gerade auch auf Seiten der Caritas gehört: von der Bittstellerin über die Sponsoringpartnerin zur Mitgestalterin
von sozialer Verantwortung. Für den Diözesan-Caritasverband Freiburg stellte Michael Müller die Aktionsgemeinschaft "Gemeinsam
Gewinnen" und den LEA-Mittelstandspreis vor, mit dem die Caritas in Baden-Württemberg zusammen mit dem Ministerium für Finanzen
und Wirtschaft sozial engagierte mittelständische Unternehmen auszeichnet.
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Die Vielfalt, wie Caritas mit der Wirtschaft kooperieren kann, ist groß und bunt. Bis hin, dass sich Caritas als selbstbewusster
Partner in der Betriebssozialarbeit von Wirtschaftsunternehmen engagiert, wie es die Caritas Hochrhein inzwischen erfolgreich
tut. Die Messlatte für das, was in der Zusammenarbeit mit Wirtschaft geht oder auch nicht, ist allerdings die Glaubwürdigkeit
der Caritas. Das war auf der Hochrheinkonferenz als Grundtenor durchgängig zu hören. Carlo Knöpfel von der Caritas Schweiz
brachte es so auf den Punkt: die Kooperation zwischen Caritas und Wirtschaft ist "ein zartes Pflänzchen, aber mit Potential".
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| Entspannte Atmosphäre bei den Gastgebern des Diözesan-Caritasverbandes Freiburg (v.l.): Nicole Buchholz, Josef Follmann, Übersetzerin
Madam Royon und Ulrike Hahn.
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Thomas Maier
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