Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V. - Eckpunktepapier Armut

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"Dampf in der sozialen Maschine"

Eckpunkte für die armutsorientierte Arbeit der Caritas in der Erzdiözese Freiburg

"Dampf in der sozialen Maschine" zu sein: Das benannte ihr Begründer Lorenz Werthmann als erste Aufgabe der Caritas. Dabei ging es ihm vor allem um praktische Unterstützung und politische Anwaltschaft für die Armen und Ausgegrenzten, denen sich die Caritas nach dem Vorbild Jesu Christi in besonderer Weise verpflichtet weiß. Gottes Option für die Armen ist Maßstab für das Handeln der Kirche und ihrer Caritas. Deshalb kann ihr Handeln kein neutrales Handeln sein.

Heute sind im Sinne Werthmanns die Sozialgesetzgebung und die Sozialpolitik die staatlicherseits aufs Gleis gesetzte "Lokomotive", die den "Zug" Gesellschaft voranbringen soll. Diese Lokomotive braucht aber "Dampf", um in Gang gebracht und vorangetrieben zu werden. Diesen Dampf erzeugen gesellschaftliche und kirchliche Kräfte.

Der Zusammenhalt der Gesellschaft kann nur durch tätige und gelebte Solidarität und Gerechtigkeit, durch Respekt, der auch unterschiedliche Lebensvorstellungen und Lebenserfahrungen einschließt, und in Achtung der Würde des Anderen gelingen.

Diese "Eckpunkte" liefern gleichsam die "Bedienungsanleitung", die zeigt, worauf dabei besonders zu achten ist. Sechs Themen werden fokussiert:

  1. Das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum sichern
  2. Wohnen als Menschenrecht verwirklichen 
  3. Teilhabe an Bildung und sinnstiftender Arbeit befördern
  4. Zugang zu Gesundheits- und Pflegeleistungen sichern
  5. Gesellschaftliche Teilhabe sichern und den sozialen Zusammenhalt stärken 
  6. Den Blick auf arme Menschen sensibilisieren – Diskriminierungen entgegentreten – Solidarität stärken


Eckpunktepapier_Armut-Titel

Dieses Grundlagendokument des Freiburger Diözesan-Caritasverbandes gibt einen neuen Impuls, Armut als ein Querschnittsthema, das in allen Fachbereichen und Handlungsfeldern präsent ist, zu verstehen und zu verankern. Die „Eckpunkte“ stecken damit einen gemeinsamen Argumentations-rahmen ab, an dem sich die armuts- und teilhabeorientierte Arbeit der Caritas in der Erzdiözese Freiburg orientiert. Zugleich liefern sie eine gemeinsame Verständigungsgrundlage für die sozialpolitische Positionierung und konkrete Handlungspraxis aller Caritas-Gliederungen in der Erzdiözese Freiburg.

 
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Die "Eckpunkte für eine armutsorientierte Arbeit der Caritas in der Erzdiözese Freiburg" zum Herunterladen.